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Nachklang

Fragenliste

37 Fragen, um deine Lebensgeschichte aufzuschreiben

„Schreib doch mal deine Lebensgeschichte auf" ist eine unmögliche Aufgabe. Wo soll man anfangen, wie viel ist genug, wen interessiert das überhaupt? Eine einzelne, gut gestellte Frage löst dieses Problem. Hier sind die Fragen, mit denen unsere Erzählerinnen und Erzähler am häufigsten anfangen.

Wie du diese Liste benutzt

Nimm dir nicht vor, alles zu beantworten. Such dir eine einzige Frage aus, die dich anspringt, und fang damit an. Fünf Minuten reichen.

Sprich, statt zu schreiben. Das ist der wichtigste Tipp auf dieser Seite. Beim Schreiben formuliert man um, streicht durch und wird steif. Beim Sprechen erzählt man einfach. Nimm dein Handy, öffne die Sprachmemos und rede, wie du es einem Enkel am Küchentisch erzählen würdest. Umwege sind erlaubt, die machen es später lebendig.

Erzähl einer Person, nicht einem Publikum. Stell dir beim Reden ein konkretes Gesicht vor, deine Tochter, deinen Sohn, ein Enkelkind. Der Unterschied im Ton ist enorm.

Und wenn dir bei einer Frage nichts einfällt: überspring sie. Sie kommt vielleicht in vier Wochen wieder, und dann fällt dir plötzlich etwas ein.

Ein Hinweis zur Reihenfolge: Fang nicht chronologisch an. „Meine Geburt, meine Kindheit, meine Schulzeit" ist die Reihenfolge, an der die meisten scheitern, weil der Anfang der langweiligste Teil ist. Fang mit der Frage an, zu der du sofort eine Geschichte im Kopf hast.

Kindheit und Herkunft

Die Frage nach den Sommerferien wirkt harmlos, ist aber eine der ergiebigsten überhaupt. Sie führt fast immer zu Gerüchen, Geräuschen und Orten, und daraus werden die Kapitel, die Kinder später am liebsten lesen.

Menschen, die dich geprägt haben

Die Haustier-Frage steht hier nicht aus Verlegenheit. Sie ist eine der zuverlässigsten Türöffner, die wir kennen: Sie ist leicht zu beantworten, sie macht Freude, und sie führt oft mitten in eine Familiengeschichte hinein.

Liebe und Familie

Arbeit und Wege

Die letzte Frage überrascht viele, weil sie nach vorn schaut statt zurück. Genau deshalb gehört sie in ein Lebensbuch: Sie zeigt, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.

Schwere Zeiten

Diese drei musst du nicht beantworten. Manche lassen sie ganz weg, andere sagen hinterher, es seien die wichtigsten Kapitel geworden. Du entscheidest, was in dein Buch kommt, und du kannst jeden Text nachträglich ändern oder löschen.

Zeitgeschichte und Alltag

Das Alltägliche unterschätzt fast jeder. „Wie man damals eingekauft hat" klingt nach nichts und ist für Enkelkinder faszinierend. Solche Dinge erzählt niemand von selbst, danach muss man gefragt werden.

Was bleiben soll

Wenn du nicht bei einer Liste bleiben willst

Diese 37 Fragen kannst du frei verwenden. Schreib sie ab, druck sie aus, arbeite sie in deinem Tempo durch. Dafür brauchst du uns nicht.

Was in der Praxis schwierig ist, ist nicht das Beantworten, sondern das Dranbleiben. Fast alle fangen begeistert an, beantworten drei Fragen und legen die Liste dann weg. Nicht aus Unlust, sondern weil niemand nachfragt und weil aus den Aufnahmen nie etwas wird.

Genau dafür gibt es Nachklang. Du bekommst deine Fragen in deinem Takt aufs Handy, eine nach der anderen, und musst nichts organisieren. Du antwortest mit einer Sprachnachricht. Aus deinen Antworten entstehen lesbare Geschichten, und am Ende ein gedrucktes Buch, in dem deine Familie über QR-Codes deine echte Stimme hören kann.

Fang mit einer Frage an

Beantworte ein paar kurze Fragen zu dir, dann stellen wir dir dein Paket zusammen. Das dauert zwei Minuten und kostet nichts.

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